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Harmonie mit Hunden: Rassenverständnis für ein besseres Zusammenleben

Aktualisiert: 4. Jan.

Herzlich willkommen in der Welt der Hunde – einer Welt voller Vielfalt, Charakter und lebenslanger Gefährten!

Die Entscheidung, einen Hund in dein Leben zu bringen, ist eine aufregende, aber auch bedeutende. Es geht nicht nur darum, einen pelzigen Freund zu finden, sondern den richtigen Hund zu wählen, der perfekt zu deinem Lebensstil passt.

Hier kommt die Fédération Cynologique Internationale (FCI) ins Spiel, die größte internationale Kynologie-Organisation, die seit 1911 besteht.


In diesem Blogbeitrag tauchen wir in das Herz der FCI und ihrer Gruppeneinteilung von Hunderassen ein. Von Hütehunden und Treibhunden bis hin zu Gesellschafts- und Begleithunden – jede Rasse hat ihre einzigartigen Merkmale und Verwendungszwecke. Das Verständnis für diese spezifischen Eigenheiten ist entscheidend, um eine harmonische Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem zukünftigen vierbeinigen Begleiter zu gewährleisten.


Hund mit Brille und Buch

Die "Fédération Cynologique Internationale" (FCI) ist die Weltorganisation der Kynologie (Lehre von Rassen, Zucht, Pflege, Verhalten, Erziehung und Krankheiten der Haushunde), die sich mit der Zucht, Haltung, Ausbildung und dem Einsatz von Hunden beschäftigt. Sie wurde 1911 gegründet und ist die größte internationale Organisation ihrer Art. Die FCI hat zum Ziel, die Zucht und den Einsatz von Hunden zu fördern und zu schützen, die reinrassig gezüchtet werden.


Die FCI klassifiziert Hunderassen in verschiedene Gruppen, jede mit ihren eigenen spezifischen Merkmalen und Verwendungszwecken. Die Einteilung der Hunderassen in Gruppen erleichtert die Organisation von Hundeausstellungen und die Zuchtplanung.



Die FCI-Gruppeneinteilung umfasst folgende Kategorien:


Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (außer Schweizer Sennenhunde)

  • Diese Gruppe beinhaltet Rassen, die traditionell für das Hüten und Treiben von Vieh eingesetzt wurden, wie z.B. der Deutsche Schäferhund, Border Collie und Australian Shepherd.

Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen

  • Hier finden sich robuste und kräftige Rassen wie Rottweiler, Dobermann, Boxer, Berner Sennenhund und Neufundländer.

Gruppe 3: Terrier

  • In dieser Gruppe sind die verschiedenen Terrierrassen vertreten, die ursprünglich für die Jagd auf Kleinwild und Schädlinge gezüchtet wurden, wie der Airedale Terrier und der West Highland White Terrier.

Gruppe 4: Dachshunde

  • Diese Gruppe ist speziell den verschiedenen Dachshundrassen gewidmet, bekannt für ihre kurzen Beine und langen Körper.

Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp

  • Diese Gruppe umfasst Rassen, die oft Spitzen und ursprünglichen Rassen ähneln, wie der Husky, Akita und Samojede.

Gruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen

  • Beinhaltet Jagdhunderassen, die speziell für die Verfolgung von Wild durch Geruch oder Sicht gezüchtet wurden, wie der Beagle und der Bloodhound.

Gruppe 7: Vorstehhunde

  • Diese Gruppe besteht aus Rassen, die bei der Jagd eingesetzt werden, um Wild aufzuspüren und zu stellen, wie der Englische Pointer und der Deutsch Kurzhaar.

Gruppe 8: Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde

  • Rassen in dieser Gruppe sind auf das Aufspüren, Apportieren oder Arbeiten im Wasser spezialisiert, wie der Labrador Retriever und der Spaniel.

Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde

  • Diese Gruppe umfasst kleinere Rassen, die hauptsächlich als Begleit- und Schoßhunde gezüchtet wurden, wie der Chihuahua und der Pudel.

Gruppe 10: Windhunde

  • Beinhaltet Rassen, die für ihre Schnelligkeit und ihr Jagdvermögen bei der Hetzjagd bekannt sind, wie der Greyhound und der Whippet.



Warum kann diese Information für dich wichtig sein?


Wenn du dir überlegst, einen Hund anzuschaffen, ist es meiner Meinung nach wichtig, dir im Vorhinein zu überlegen, welcher Hund überhaupt zu dir und deinem Leben passt. Es gibt zwei Faktoren, auf die man achten sollte. Zum einen ist es die Genetik und zum anderen natürlich der eigene individuelle Charakter des Hundes. 


Wenn du dich vorab informierst, welche Rasse zu dir passt und welche Aufgabe derjenige Hund aufgrund seiner Genetik hat, kannst du dich schon besser auf den Hund einstellen und z.B. im Training genauer darauf achten, wie z.B. Auslastung, Ruheübungen, Spielverhalten, Jagdtrieb usw.

Dies kann langfristig das Zusammenleben mit dem Hund erleichtern und ebenfalls das Training. Vor allem verschaffst du dir einen klareren Blick und bringst gewissen Situationen gegenüber mehr Verständnis entgegen. (z.B. Jagdliches Verhalten, Schutztrieb, usw.) 



Was gilt es bei Mischlingen zu beachten? 


Mittlerweile gibt es eine Menge an unterschiedlichsten Rassenmischungen, gerade bei Tierschutzhunden/Hunden aus Tötungsstationen, diese kommen oft aus dem Ausland und es ist oft schwer definierbar, welche Rassen wirklich darin stecken.

Ein Tipp vorab: gerade im Osten Europas (Rumänien/Ungarn/Bulgarien) leben sehr viele Herdenschutzhunde und natürlich verpaaren sich diese weiter. Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, einen Hund zu bekommen, der einen Anteil von einem Herdenschutzhund in sich trägt.


Meine Empfehlung:


Solltest du den Entschluss gefasst haben, einem Tierschutzhund ein neues Zuhause zu schenken, besteht die Option, einen nachträglichen Gentest durchzuführen. Ich persönlich finde das eine gute Sache, da man nach dem Ergebnis eine genauere Einschätzung über die verschiedenen Rassen hat, die sich im Hund befinden. Es kann eine wertvolle Unterstützung im Training und Alltag sein, da man einen klareren Blick auf bestimmte Verhaltensmuster des Hundes erhält, z.B. Jagdverhalten, Hütetrieb usw. 

Durch das Wissen kann man dem Hund gegenüber ein besseres Verständnis entgegenbringen. 


Fazit:

In diesem Sinne lege ich dir ans Herz, bitte informiere dich immer vorab, für welchen Hund du dich entscheidest. Wenn du dich für einen Hund vom Tierschutz entscheidest, schau dir die Statur des Hundes genau an und achte auf etwaige Anhaltspunkte, wie z.B. die Schnauze, Ohren usw. Allerdings kann es dennoch bei Hunden aus dem Tierschutz ein Überraschungspaket sein. Für ein genaueres Bild kannst du jederzeit einen Gentest machen oder ebenfalls einen Hundetrainer:in um Unterstützung bitten. 




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